Von meiner Seite ist die Variante des B41-Ausbaus zu bevorzugen, die für die Bevölkerung und für die Entwicklung des Kreises, unter Berücksichtigung von ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten die bestmögliche Lösung darstellt. Ich bin daher ganz klar für die ortsnahe Südumgehung Niederbrombach, Oberbrombach, Rötsweiler-Nockenthal. Das Engagement der Verkehrsinitiative Viscon unter der Leitung von Alt-Landrat Hey muss in diesem Zusammenhang besonders gewürdigt werden. Viscon kann sich meiner Unterstützung als Landrat sicher sein.

Mein Optimismus bei der Geschwindigkeit der Verwirklichung dieses Vorhabens hält sich in Grenzen, weil das leider nicht alleine in meinem Einflussbereich liegt, und ich schätze daher eine Laufzeit von ca. 20 Jahren als realistisch ein.

Die Hunsrückspange mit der Ortsumgehung Rhaunen sehe ich als notwendige Lebensader für unseren Kreis, für die Stadt Idar-Oberstein und für die Weiterentwicklung der Nationalparkregion. Ohne diese Verkehrsanbindung wird es um ein Vielfaches schwieriger, ein wirtschaftliches Vorankommen des Landkreises und die Umkehr der demographischen Entwicklung zu erreichen. Den Mitmenschen, die ökologische Gründe gegen den Bau der Hunsrückspange anführen, stelle ich die Frage, ob es ökologischer ist, wenn die Menschen längere und umständlichere Wege in Kauf nehmen müssen, um unseren Kreis zu erreichen. Es ist ebenso für unsere Welt nicht umweltschonender, wenn ein Unternehmen sich in einem anderen Kreis ansiedelt, der Tourist einen anderen Kreis zum Ziel wählt, weil wir aus ökologischen Gründen alles was wirtschaftlichen Fortschritt in die Region bringt, blockieren.