Veränderung fängt mit Mut an.

Wenn ich von Integration rede, meine ich nicht nur Menschen mit Anspruch auf Asyl. Die einheimischen Mitbürger am Rande der Gesellschaft haben das Recht auf die gleiche Aufmerksamkeit und gleiche Hilfsangebote.

Oft werden die Definitionen von Asyl und Zuwanderungen miteinander vermischt. Daher stelle ich zunächst klar, wie ich für mich persönlich Asyl und Zuwanderung definiere:

Asylanten brauchen die Hilfe anderer Nationen aufgrund Verfolgung oder Krieg im eigenen Land. Sie sind unsere Gäste, solange die Asylgründe bestehen. Anerkannte Asylbewerber haben das Recht, vorübergehend in unserem Land zu weilen und sollten für diesen Zeitraum dieselben Rechte und Pflichten, wie alle Mitbürger genießen. Sie und wir müssen den Anspruch haben, dass sie sich in unserer Mitte integrieren, teilhaben an der Solidargemeinschaft und am Gemeindeleben.

Unter gewissen Voraussetzungen und Regeln spricht für mich nichts dagegen, auch nach Ablauf des Asylgrundes ein Bleiberecht zu gewähren.

Wer ungerechtfertigt Asyl erbittet und nicht als Asylant anerkannt wird, muss auf schnellstem Weg das Land verlassen. Es gibt keinen Grund, die Solidargemeinschaft mit Kosten für Unterbringung und Versorgung länger als nötig zu belasten.

Zuwanderung sollte auf Anforderung unserer Gemeinschaft geschehen. Wenn Arbeitskräfte temporär oder dauerhaft benötigt werden, ist Zuwanderung ein gutes Mittel, dem Arbeitskräftemangel entgegen zu wirken. Zuwanderern, die in ihrem Land die Zelte abbrechen, um unserem Ruf nach Arbeitskräften nachzukommen, müssen wir für die vordefinierte Zeit oder dauerhaft in unserer Solidargemeinschaft aufnehmen.

Stichworte zu den Zielen:

  • Gäste, Zuwanderer und Mitbürger in unserem Land müssen sich an dieselben Gesetze und Regeln halten und insgesamt eine Gleichbehandlung erfahren. Das Erlernen unserer Sprache und unserer Grundregeln halte ich bei anerkannten Asylanten und Zuwanderern für eine Mindestanforderung zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.
  • Niemand versteht, dass bedürftige Bürgerinnen und Bürger weniger Kosten für den Kreis verursachen dürfen als Asylanten. Mit mir als Landrat geht das nicht!
  • Der Kreis Birkenfeld muss sich verstärkt um die Probleme der Mitbürger am Rande der Gesellschaft kümmern. Integrations- und Hilfsangebote müssen für alle zugänglich sein. Mit Hilfestellungen müssen natürlich auch Pflichten verbunden sein.
  • Integration muss gelebt werden. Wir werden sinnvolle Angebote ausbauen und sie so gestalten, dass sie auch gerne genutzt werden. Gegenseitige Berührungsängste und Vorurteile müssen abgebaut werden. Ausgrenzungen und Fremdenhass haben keinen Platz in einer funktionierenden Solidargesellschaft.
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Mit der weiteren Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden.